Regression
Bei der Regression als natürlicher Prozess, wird diese menschliche Fähigkeit therapeutisch genutzt. Selbstbestimmt, in dem Gefühl der Sicherheit und des Vertrauens in die Therapiesituation wird dem Patienten ermöglicht, Körpersymptome, Gefühle, Gedanken, innere Bilder oder Symbole in einen logischen Zusammenhang zu seiner Lebensgeschichte zu bringen. Tief verdrängte Erlebnisse, selbst der Pränatalzeit und Geburt, können bewusst werden und lassen sich so integrieren. Einzelne körperliche, emotionale oder kognitive Symptome, die sich während der Regression (ohne Hypnose) einstellen, erweisen sich fast immer als Folge psychischer und/ oder physischer Überforderungen, als Folge unglücklicher Umstände oder von Gewalthandlungen, Vernachlässigung oder Ablehnung seit frühester Kindheit.
Hier wird mittels Hypnose der Klient in eine mittlere bis tiefe Trance versetzt. In diesen Stadien ist es dem Therapeuten/Klienten möglich, auf Kindheitserinnerungen zuzugreifen, die sich dem Bewusstsein des Klienten entziehen. Meistens aufgrund von Traumata oder anderen Ereignissen, die der Patient unbewusst abwehrt. Die dann gefundenen Erinnerungen können bewusst gemacht und zur weiteren Verwendung in der Therapie oder Anwendung dienen. Dabei kommt es zu einem Nacherleben früherer Lebenssituationen und auch physiologische Charakteristika der jeweiligen Altersstufen lassen sich vielfach beobachten (z. B. der für Babys typische Babinski-Reflex bei Stimulation der Fußsohle oder der Moro-Reflex, ähnliches gilt für Pulsfrequenz, Augenkoordination etc.). Besonders bemerkenswert ist die als Folge der Altersregression auftretende Hypermnesie (das gesteigerte Erinnerungsvermögen) bezüglich Begebenheiten, die dabei vergegenwärtigt werden. (Ein Beispiel dafür ist die selbstverständliche Kenntnis des Wochentags des soeben neu erlebten 7. Geburtstags.)
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